Presseschau des Tages // 21.2.2018

· Pressestimmen

Verschiedene Verbände und Organisationen haben an die katholische Kirche appelliert, Segnungen von homosexuellen Paaren zuzulassen. Überall dort, wo "auf Treue gegründete Freundschaft" und "Verantwortlichkeit der Menschen" gelebt würden, sei das moralisch achtenswert - "unter welchen Vorzeichen der sexuellen Orientierung dies auch immer geschieht", sagte der Präsident des Familienbundes der Katholiken, Stefan Becker.  Die Gruppe "Wir sind Kirche" sowie der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) erklärten, Bischöfe dürften homosexuellen Menschen und Paaren den Segen nicht verweigern. Die Verbände äußerten sich anlässlich der derzeit tagenden Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Ingolstadt.  Familienbund-Präsident Becker betonte in einem Beitrag der "Stimme der Familie", die in der kommenden Woche erscheint, er begrüße es außerordentlich, dass die Amtskirche nicht starr an ihrer ablehnenden Haltung gegenüber einer Segnung auch von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften festhalte. Im Januar hatte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode angeregt, über Segnungen von homosexuellen Paaren nachzudenken.
Wir lesen in den Medien heute auch: Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit, armen Familien und Kindern in Deutschland bestehende Leistungen der Armutsprävention besser zugänglich zu machen. Dafür sollte der Bundestag baldmöglichst ein "Bundeskinderteilhabegesetz" auf den Weg bringen, erklärte das Kinderhilfswerk am Dienstag in Berlin. Damit sollten Kinder und Heranwachsende aus Familien in prekären Lebenslagen einen besonderen Rechtsanspruch auf Förderung und Teilhabe erhalten. Ziel sei dabei vor allem, Bildung und soziale Teilhabe im direkten Lebensumfeld der Familien und Kinder zu garantieren. Notwendig sei etwa eine erleichterte Antragstellung für die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes, erklärte der Bundesgeschäftsführer des Hilfswerkes, Holger Hofmann.  (Familienbund der Katholiken/Sascha Nicolai)