Presseschau des Tages // 05.10.2021

· Pressestimmen

Die künftige Bundesregierung muss nach Ansicht des derzeitigen Pflegebeauftragten Andreas Westerfellhaus die gesamte Gesundheitsversorgung grundlegend reformieren. Es reiche nicht, einzelne "Symptome" zu behandeln, sagte der CDU-Politiker am Montagabend im SWR. Eine neue Regierung müsse bereit sein, "das Gesamtsystem Gesundheitsversorgung ganz neu zu denken" - und dazu wolle auch er seinen Beitrag leisten.

In der vergangenen Legislaturperiode seien aus seiner Sicht zwar Verbesserungen erfolgt, ganz zufrieden sei er jedoch nicht. Das liege unter anderem daran, dass er seit seinem Amtsantritt im Jahr 2018 gelernt habe, wie zeitaufwendig es sei, politische Kompromisse herbeizuführen, um Fortschritte zu erzielen. Reformen müssten "mit viel Drive in der nächsten Legislaturperiode auch weitergehen".

Dabei nannte Westerfellhaus mehrere Bereiche, in denen dringend Fortschritte nötig seien: Immer wieder höre er von Seniorinnen und Senioren sowie Angehörigen, die am Ende ihrer Kräfte seien oder in ihrer Gegend kein geeignetes Pflegepersonal fänden. "Und wenn ich höre (...), sie warten sehr lange auf Krankenhausaufenthalte oder einen Facharzttermin - dann stimmt doch da irgendetwas nicht", kritisierte der Pflegebeauftragte. (KNA)