Presseschau des Tages // 22.1.2021

· Pressestimmen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) warnt vor gesundheitlichen Auswirkungen von Schul- und Kitaschließungen für Kinder und Jugendliche. Momentan seien Vereinsamung oder Übergewicht durch Bewegungsmangel zu beobachten, sagte sie am Freitag im ARD-Morgenmagazin. Zudem drohe bei anhaltenden Schließungen eine massive Ungleichheit im Bildungsbereich, die sich nicht wieder aufholen lasse.

Giffey forderte Schritte zur Öffnung von Schulen und Kitas ab dem 14. Februar. Bis zu diesem Termin gilt der verlängerte Lockdown, auf den Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten sich zu Wochenbeginn verständigt hatten. Schulen und Kitas müssten dann "die ersten" sein, die wieder öffnen könnten, so die Ministerin. Denkbar sei eine Ausweitung von Corona-Tests, solange das Impfen für Lehrpersonal noch nicht möglich sei.

 

Grundsicherungsempfänger sollen nach den Worten von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zügig einen Zuschuss für coronabedingte Zusatzbelastungen erhalten. "Auch für hilfsbedürftige Menschen in den Grundsicherungssystemen bedeuten die verlängerten Corona-Maßnahmen zusätzliche soziale Sorgen im Alltag", sagte Heil der "Rheinischen Post" (Samstag). Zusätzliche Ausgaben entstünden etwa für Hygiene-Artikel. "Das trifft insbesondere Kinder, Alleinerziehende, Ältere, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderungen, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind."

Zudem müsse Versorgung mit FFP2- und OP-Masken gesichert werden, fügte der Minister hinzu. Bund und Länder sollten Bezugsscheine für Apotheken an Empfänger von Grundsicherung ausstellen, wie es bereits für ältere und vorerkrankte Menschen gemacht wurde. Das Bundessozialministerium arbeite "mit Hochdruck" an entsprechenden Konzepten, betonte Heil. (KNA)