WILLKOMMEN BEIM FAMILIENBUND DER KATHOLIKEN!
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Familienbund diskutiert über sein Familienbild

Wen meint der Familienbund der Katholiken, wenn er von Familien spricht? Hat der Familienbund ein Idealbild von Familie, das ihn in seinem politischen Tun inspiriert und motiviert?
Für welche Familien setzt sich der Familienbund ein?

Spätestens seit der Bundesdelegiertenversammlung des Familienbundes  der Katholiken im März 2013 in Würzburg, aber eigentlich schon seit Gründung des Verbandes im Jahr 1953, gehört das Ringen um ein Familienbild zum Familienbund. Der Diskussionsprozess ist in den letzten beiden Jahren mit besonderer Intensität in allen Gliederungen des Familienbundes geführt worden. Das Präsidium hat jetzt den aktuellen Stand dieser Diskussionen in einer Orientierungshilfe zusammengefasst. „Diese Orientierungshilfe kann und will nicht eine abschließende Antwort auf die Frage nach unserer Familienbild formulieren. Aber sie gibt Auskunft über unsere grundsätzliche Überzeugungen", sagte Stefan Becker, Präsident des Familienbundes. Die Orientierungshilfe finden Sie hier als PDF zum Download (65 kb).

 

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 „HÖREN! Was Familien brauchen.“

Hearing der Deutschen Bischofskonferenz und des Familienbundes der Katholiken

Bonn/Berlin, 13.11.2015 - Die Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz und der Familienbund der Katholiken haben gestern (12. November 2015) in Berlin bei der Veranstaltung „Hören! Was Familien brauchen“ über die Gestaltung einer zukunftsgerichteten Familienpolitik diskutiert. Das Hearing diente der Vorbereitung eines Wortes der deutschen Bischöfe zu Ehe und Familie.
Ehe und Familie sind für die meisten Menschen zentrale Werte für ein gelingendes Leben. Familienpolitik schafft wichtige Rahmenbedingungen für das Familienleben und eine gutes Aufwachsen von Kindern. „Wir haben als Christen die Pflicht, Politik für Familien mit zu gestalten“, sagte Erzbischof Dr. Heiner Koch (Berlin), Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz. Die Kirche müsse dabei besonders die benachteiligten Familien in den Blick nehmen und den Fokus auf kinderreiche und bildungsferne Familien legen. Auch gelte es, verlässliche Beziehungen und die Erziehungsfähigkeit der Eltern zu stärken. Erzbischof Dr. Koch betonte,  die auf Ehe gegründete Familie sei in besonderer Weise geeignet, verlässliche Beziehungen und Fürsorge für andere zu fördern und  zu ermöglichen. „Jede Ehe ist nicht nur eine Lebensform, sondern auch ein Stück Heilsgeschichte“.
Stefan Becker, Präsident des Familienbundes der Katholiken, forderte einen Paradigmenwechsel in der Familienpolitik. „Wir benötigen dringend ein neues Verständnis von Arbeit, das nicht allein nur Erwerbsarbeit meint, sondern auch Familienarbeit und ehrenamtliche Arbeit berücksichtigt“, so Stefan Becker.  „Ich wünsche mir, dass moderne Lebensentwürfe mit der Bereitschaft zur Übernahme von Sorgeaufgaben kompatibel werden. Ich wünsche mir, dass Menschen, die sich für Kinder entscheiden, nicht länger das Nachsehen haben.“ Becker erhoffe sich vom Wort der deutschen Bischöfe zu Ehe und Familie, dass dieses auf die Notwendigkeit einer familiengerechten Neugestaltung der Sozialversicherung und der Familienpolitik hinweist: Familien müssten endlich zum Maßstab werden – nicht die Wirtschaft.
Zur Vorbereitung des familienpolitischen Teils des Wortes der deutschen Bischöfe waren mit Dr. Karin Jurczyk (Leiterin der Abteilung Familienpolitik des Deutschen Jugendinstitutes in München), Prof. Dr. Anne Lenze (Professorin für Familien-, Jugendhilfe- und Sozialrecht am Fachbereich Sozialpädagogik der Hochschule Darmstadt) und Professor Dr. Martin Werding (Professor für Sozialpolitik und öffentliche Finanzen an der Ruhr-Universität Bochum) drei renommierte familienpolitische Referenten zum Hearing geladen.  Sie befassten sich mit grundlegenden Fragen der Familienpolitik: Welche Rahmenbedingungen brauchen Familien heute, damit sie die Leistungen, die sie für sich und die Gesellschaft erbringen wollen, auch erbringen können? Wie können Familien eine gerechte Anerkennung für die von ihnen erbrachten Leistungen erhalten? Wie kann eine zukunftsgerichtete Familienpolitik aussehen, die Lust auf Familie macht und dazu beiträgt, dass Familien wertgeschätzt werden?
„Wir leben in einem sozialen System der Vergangenheit“, so Prof. Dr. Anne Lenze. Sie forderte Solidarität zwischen Menschen mit und ohne Sorgeverantwortung und benannte die Belastung der Familien durch zu hohe Beiträge zu den sozialen Sicherungssystemen als eine wesentliche Ursache der Armut von Familien. Eine Umverteilung unter den Sozialversicherten zwischen Eltern und  Kinderlosen sei notwendig.
In welchem Ausmaß Familien in den sozialen Sicherungssystemen benachteiligt werden, verdeutlichte Prof. Dr. Martin Werding. Seine Studie für die Bertelsmann-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass ein im Jahr 2000 geborenes Kind bei durchschnittlichem Erwerbsverhalten rund 77.000 Euro mehr in die Rentenversicherung einzahlt, als es daraus erhalte. Die Rentenansprüche der Betreuungsperson – in der Regel die Mutter – aus den Erziehungszeiten betragen dagegen nur 8.300 Euro.  Damit werden die Leistungen der Eltern sozialisiert, während die Lasten der Kindererziehung privatisiert bleiben. Auch er verlangte eine stärkere Anerkennung der Leistungen der Eltern.
Dr. Karin Jurczyk skizzierte  ihre „Vision 2040“ für eine nachhaltige Gesellschaft, Chancengerechtigkeit und ein gutes Leben. Ein zentraler Baustein dafür sei die deutliche Aufwertung der Care-Arbeit. „Wir müssen fragen, was sind der Gesellschaft, der Politik und der Wirtschaft fürsorgliche Beziehungen wert?“ Familienpolitik, die eine Optionsvielfalt zum Leitbild hat, funktioniere nur, wenn verlässlich angelegte Sorgebeziehungen zwischen Menschen und nicht Lebensformen der Ankerpunkt seien.
Das Hearing „Hören! Was Familien brauchen“ war das dritte Hearing der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz. Weitere Hearings fanden am 19. Juni 2015 mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken und am 4. September 2015 mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ statt.

zur Presseseite

 

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 Wir jammern nicht – wir klagen!

Eine Aktion für Familiengerechtigkeit in der Sozialversicherung

LogoMitmachenSignaturEine familiengerechte Gesellschaft mit guten und fairen Rahmenbedingungen für Eltern und Kinder ist ein zentrales Ziel des Familienbundes der Katholiken. Eine familiengerechte Gesellschaft heißt Kinder willkommen und schätzt die Erziehungsarbeit der Eltern. Um diese Wertschätzung der Erziehungsleistung geht es uns bei unserer neuen Aktion Widerspruch, die wir gemeinsam mit dem Deutschen Familienverband unter dem Motto „Wir jammern nicht, wir klagen“ durchführen.

Worum geht es? (Erklärvideo auf youtube)
14 Millionen Eltern mit minderjährigen Kindern leisten einen doppelten Beitrag für die Sozialversicherungen. Eltern erbringen dadurch, dass sie Zeit, Energie und Geld in ihre Kinder investieren, neben der Beitragszahlung eine entscheidende Leistung für die Zukunftsfähigkeit unserer sozialen Sicherungssysteme. Diese Leistung wird ihnen jedoch nicht ausreichend anerkannt. Wer Kinder erzieht, muss deutlich entlastet werden! Deshalb rufen wir alle Eltern auf:  Legen Sie Widerspruch ein gegen die Höhe der Beiträge, die Sie in die Sozialversicherungen zahlen! Unterstützen Sie uns dabei, einen fairen Ausgleich für die Erziehungsleistung der Eltern zu erzielen!
2001 erhielt der Gesetzgeber vom Bundesverfassungsgericht den ausdrücklichen Auftrag zu prüfen, wie Eltern in den Sozialversicherungen besser gestellt werden können. Diese Prüfung fand nie wirklich statt! Noch immer zahlen Eltern und Kinderlose mit gleichem Einkommen die gleichen Beiträge. Freibeträge für Kinderkosten wie in der Einkommensteuer – eine Bedingung für familiengerechte Sozialsysteme! – sind in der Pflege-, Renten- und Krankenversicherung Fehlanzeige. Und das kostet Eltern jeden Monat sehr viel Geld.
Familien haben genug davon. Jetzt jammern wir nicht länger, jetzt klagen wir. Die Klage des Familienbundes auf Beitragsgerechtigkeit in den sozialen Sicherungssystemen liegt derzeit beim Bundessozialgericht zur Entscheidung, ein Urteil wird im Herbst des Jahres erwartet. Bis dahin rufen wir Sie auf: Unterstützen Sie unsere Widerspruchs-Aktion unter www.elternklagen.de

Wie Eltern durch die Beiträge zur Sozialversicherung belastet werden, zeigt diese Übersicht (PDF als Download)

 

Hier mitmachen...

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Rente sich wer kann.

Kampagne für Familiengerechtigkeit

Der demografische Wandel macht uns bewusst, dass unsere Alterssicherung ohne Kinder keine Chance hat. Doch Familien werden in der gesetzlichen Rentenversicherung benachteiligt: Eltern und Kinderlose mit gleichem Einkommen zahlen Rentenbeiträge in gleicher Höhe, obwohl Eltern zusätzlich für ihre Kinder und damit für künftige Beitragszahler sorgen. Eltern – vor allem Mütter – die für die Kindererziehung im Beruf kürzer treten, sind stark von Altersarmut bedroht.  Das ist nicht fair. Familien tragen doppelt zur Rentenversicherung bei.

Mit der Kampagne „Rente sich wer kann“ macht der Familienbund der Katholiken auf die unfairen Spielregeln der Rentenversicherung aufmerksam und fordert:

•  Endlich niedrigere Rentenbeiträge für Eltern!
•  Gleiche Kindererziehungszeiten für alle Eltern!

Der Familienbund der Katholiken möchte Sie einladen, über die Spielregeln der gesetzlichen Rentenversicherung nachzudenken und unsere Forderungen für mehr Familiengerechtigkeit zu unterstützen.
Hier gelangen Sie zur Homepage www.rente-sich-wer-kann.org

 

Rente sich wer kann - Das Spiel

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Video (mit Spielanleitung) bei youtube

Beschreibung auf www.spielregeln-spielanleitungen.de

 

Besonders zu empfehlen sind auch die Seiten des Diözesanverbandes im Erzbistum Freiburg.
Dort finden Sie neben ausführlicher Dokumentation auch diedrei Musterklagen zur Beitragsgerechtigkeit in der gesetzlichen Pflege-, Renten- und Krankenversicherung.



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Familien sind das Rückgrat der Pflege!

Familien sind der größte Pflegedienst Deutschlands: Mehr als zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden zu Hause von ihren Angehörigen versorgt. Häusliche Pflege kann aber auf Dauer nur verlässlich geleistet werden, wenn die pflegenden Angehörigen zeitlich, psychisch und finanziell nicht überfordert werden. Deshalb hat begrüßt der Familienbund der Katholiken das zum 1. Januar 2015 in Kraft getretene Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf. „Auch berufstätige Familienangehörige wollen – und sollen – Pflegeverantwortung übernehmen. Dafür brauchen sie gute Rahmenbedingungen. Die Einführung des Rechtsanspruchs auf Familienpflegezeit und die geplante Lohnersatzleistung während einer zehntägigen Pflegezeit sind deshalb wichtige Verbesserungen“, sagte Stefan Becker, Präsident des Familienbundes der Katholiken, zur Einführung der Familienpflegezeit. Der Familienbund kritisierte in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf allerdings, dass die Darlehen, die pflegende Angehörige zur Überbrückung des Lohnausfalls während der 24-monatigen Pflegezeit aufnehmen können, vollständig zurückgezahlt werden müssen. Die Kosten der Pflege werden so praktisch vollständig privatisiert, obwohl Familien hier die Gesellschaft entlasten, die sonst die Verantwortung für die Pflege übernehmen müsste. Auch wird die Gesamtdauer der Freistellungsmöglichkeiten mit 24 Monaten der Wirklichkeit nicht gerecht. Viele Arbeitnehmer/innen in Deutschland werden außerdem die neue Regelung nicht nutzen können, da sie in Betrieben angestellt sind, die weniger als 25 Mitarbeiter/innen beschäftigen.

Mehr zur Familienpflegezeit unter: Wege zur Pflege  (externer Link zum BMfFSJ)

 

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Familienleistungen in Deutschland:
Das 200-Milliarden-Euro Märchen
fdk_200_mrd_flyerweb-1Immer wieder wird behauptet, der Staat fördere die Familien jedes Jahr mit 200 Milliarden Euro. Diese Zahl ist falsch! Denn darin sind viele Leistungen und Maßnahmen enthalten, die gar keine Familienförderung sind und sogar ganz andere Zwecke verfolgen – zum Beispiel Witwenrenten oder Ausgaben für die Grundsicherung.
Der Familienbund hat das „Tableau der staatlichen ehe- und familienbezogenen Leistungen“ der Bundesregierung unter die Lupe genommen und nachgerechnet. Das Ergebnis: von den dort genannten 200 Milliarden Euro sind nur 39,1 Milliarden Euro echte Familienförderung. Das Bundesfamilienministerium selbst beziffert die Summe der „reinen Familienförderung“ auf rund 55 Milliarden Euro. Die angeblich so üppige deutsche Familienförderung entpuppt sich damit als 200-Milliarden-Euro Märchen.
Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass Familien auch Steuern zahlen und einen Teil ihrer „Förderung“ damit selbst finanzieren.
Unter dem Strich kosten Familien dem Staat kein Geld. Im Gegenteil: sie erbringen Leistungen, ohne die unsere Gesellschaft gar nicht existieren könnte.

Beispiele zum 200-Milliarden-Euro-Märchen (aus dem Flyer) finden Sie hier - Download


Bestellungen über die Bundesgeschäftsstelle oder die Diözesanverbände des Familienbundes.

 

 

 




 


Intranet des Familienbundes der Katholiken
(nur für registrierte Benutzer)




 

 
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AKTUELLES

MEINUNG

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ein Kommentar von Präsident Stefan Becker aus der "Stimme der Familie" (5/2015) ...zum Kommentar  

 
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