Presseschau des Tages // 8.8.2019

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Hamburg hat am Mittwoch den Vertrag zur Umsetzung des vom Bundestag beschlossenen "Gute-Kita-Gesetzes" unterzeichnet. Zur Qualitätsverbesserung in den Kitas und der Entlastung von Eltern bei den Gebühren erhält die Stadt vom Bund demnach bis 2022 rund 121 Millionen Euro. Auch Brandenburg, Bremen, das Saarland, Niedersachsen und Sachsen haben bereits solche Verträge abgeschlossen. Der Vertrag wurde von Bundesfamilienministern Franziska Giffey, Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher und Familiensenatorin Melanie Leonhard (alle SPD) unterzeichnet. Mit ihm wird vereinbart, wie die 121 Millionen die frühkindliche Bildung stärken sollen. Im Mittelpunkt steht dabei den Angaben zufolge ein besserer Betreuungsschlüssel in Krippen und Kitas. Künftig solle eine pädagogische Fachkraft in der Krippe maximal vier Kinder betreuen. Bislang seien es im Schnitt 5,1 Kinder (Stand 2018). Das Verhältnis solle bis 1. Januar 2021 schrittweise verbessert werden. Giffey sagte auf NDR Info, sie werde im Herbst mit allen Bundesländern entsprechende Verträge abschließen. "Dann kann das Geld auch fließen." Noch immer fragten sich Eltern, "ob sie es sich überhaupt leisten können, ihr Kind in die Kita zu geben - und das kann es nicht sein." Ihr seien sowohl mehr Qualität als auch weniger Gebühren wichtig, betonte die Ministerin. "Wir sehen, dass die Bundesländer einen guten Mix machen." Bislang wollten die Länder im Schnitt rund zwei Drittel in eine bessere Kita-Qualität investieren; ein Drittel gehe in die Reduzierung der Elternbeiträge. In dem zu Jahresbeginn in Kraft getretenen "Gute-Kita-Gesetz" hat sich der Bund verpflichtet, 5,5 Milliarden Euro bis 2022 zur Verfügung zu stellen. Das Geld kann aber erst ausgezahlt werden, wenn er mit allen Ländern Verträge darüber abgeschlossen hat, wofür die Mittel genutzt werden sollen. Jedes Bundesland kann aus zehn Bereichen auswählen. Möglich sind etwa mehr Erzieher, die Förderung sprachlicher Bildung oder die Senkung der Kita-Gebühren für Eltern. (Familienbund der Katholiken/Sascha Nicolai/KNA)